Kernaussagen

  • Jedes Fahrzeug erhält eine eindeutig zugeordnete VIN.
  • Die VIN wird beim Verlassen der Produktionslinie am Fahrgestell oder am Fahrzeug angebracht.
  • VIN-Zeichen am Fahrgestell sind mindestens 7 mm hoch.
  • Der Hersteller gewährleistet 30 Jahre Rückverfolgbarkeit über die VIN.
01

Digitale Prüfung vor der Kennzeichnung

Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) 2021/535 verlangt eine eindeutige VIN je Fahrzeug. Prüfen Sie vor der Kennzeichnung den 17-stelligen Aufbau, unzulässige Buchstaben, die numerischen letzten VIS-Stellen und Position 9.

Der Produktionsdatensatz muss zeigen, welche VIN für das physische Fahrzeug an der Kennzeichnungsstation vorgesehen ist.

02

Physische Kennzeichnungsvorgaben anwenden

Die VIN wird beim Verlassen der Produktionslinie am Fahrgestell oder am Fahrzeug angebracht. Die Zeichen am Fahrgestell müssen mindestens 7 mm hoch sein; zwischen den Zeichen dürfen keine Leerstellen stehen und I, O sowie Q sind unzulässig.

Anhang II schreibt in diesen Vorgaben keine bestimmte Technik wie Ritzmarkierung, Nadelprägung oder Lasermarkierung vor. Die konkrete Lage und das eingesetzte Kennzeichnungsverfahren müssen mit den Genehmigungsunterlagen und dem kontrollierten Produktionsprozess übereinstimmen.

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03

Ritzmarkierung ist ein Verfahren, keine eigene VIN-Regel

Wer nach „VIN Ritzmarkierung“ sucht, muss daher zwei Ebenen trennen: Die Verordnung legt Aufbau, Eindeutigkeit, Zeitpunkt, Zeichenhöhe und weitere formale Anforderungen fest. Ob eine Ritzmarkierung technisch geeignet und für den genehmigten Fahrzeugtyp vorgesehen ist, ergibt sich nicht allein aus dem Wortlaut der VIN-Formel.

Vor Serienstart sollten Musterbild, Lage, Lesbarkeit, Zeichenhöhe und Übereinstimmung mit der genehmigten Ausführung dokumentiert werden. ManageVIN prüft den digitalen Zeichenwert; die physische Kennzeichnung bleibt Teil der Herstellerkontrolle.

04

Datensatz nach Kennzeichnung abschließen

Nach der Kennzeichnung darf die VIN nur über einen kontrollierten Produktionsvorgang von „reserviert“ auf „verwendet“ gesetzt werden. Eine Fahrzeug- oder Kundenreferenz ist zu erfassen; die VIN darf nicht in den freien Nummernbereich zurückkehren.

Damit entsteht eine klare Verbindung zwischen Berechnung, physischer Kennzeichnung und 30-jähriger Rückverfolgbarkeit.

ManageVIN unterstützt die Berechnung und Verwaltung von VIN-Datensätzen. Es vergibt keine WMI und ersetzt weder die Genehmigungsbehörde noch eine fachliche Konformitätsprüfung.